Bregenzer Festspiele / Rückblick 2010 und Vorschau 2011
Rückblick auf 2010
Zuseherrekord auf der Seebühne
Das Spiel auf dem See Aida ist mit insgesamt 348.212 Besuchern in zwei Jahren die mit Abstand bestbesuchte Oper auf der Seebühne in der Geschichte des Festivals. Auf die aktuelle Saison entfallen dabei 146.954 Besucher, dies entspricht einer Auslastung von 86 Prozent. Mit insgesamt 197.049 Menschen ist das auch die höchste Gesamtbesucherzahl in einem zweiten Opernjahr bei einer Gesamtauslastung von 87 Prozent.
Die Passagierin mit 91% Auslastung
Beeindruckend auch der Schwerpunkt rund um die Werke des vergessenen polnisch-russischen Komponisten Mieczysław Weinberg (1919 - 1996): Das Publikum kam in Scharen, die Kritik war begeistert und die Koproduktionspartner für Weinbergs Oper Die Passagierin stehen beinahe schon Schlange. Das Werk rund um die Beziehung einer ehemaligen SS-Aufseherin und einer Auschwitz-Gefangenen sahen 5.650 Menschen, das entspricht einer Auslastung von 91 Prozent.
Frau Zofia Posmysz erzählte in einem ausgezeichneten Deutsch über ihre Zeit in Auschwitz
und über die Hintergründe zur Entstehung ihres Buches.
Das Sommerfestival am Bodensee
vom 20. Juli bis 21. August 2011
© Bregenzer Festspiele/die3Umberto Giordanos "André Chénier"
2011 und 2012 auf der Seebühne
André Chénier, das berühmteste Werk des italienischen Komponisten Umberto Giordano, ist in den Sommern 2011 und 2012 erstmals als Spiel auf dem See zu sehen sein.
Gezeichnet vor dem Hintergrund der französischen Revolution ist André Chénier, uraufgeführt 1896 an der Mailänder Scala, ein historisches Drama von brillanter Schärfe und eine menschliche Tragödie von erschütternder Intensität; packend gleichermaßen als leidenschaftliches Liebesdrama und als historischer Krimi. Premiere ist am 20. Juli 2011.
Zentrale Gestalt der Oper ist der gleichnamige französische Dichter, eine historische Figur, die in den Wirren der französischen Revolution vom glühenden Anhänger zum erbarmungslos Verfolgten wird und am Ende selbst auf der Guillotine endet.
© Bregenzer Festspiele/die3"Achterbahn" von Judith Weir"
Oper im Festspielhaus
Eine junge Frau zwischen Glück und Unglück, zwischen Schicksalsschlägen und unerwarteten Wendungen: Den Anfang im Reigen neuer Kompositionen im Festspielhaus macht im kommenden Sommer die Oper Achterbahn (Miss Fortune) der bekannten britischen Komponistin Judith Weir.
Am Pult der Wiener Symphoniker steht der Brite Paul Daniel, die Inszenierung übernimmt der in New York lebende chinesische Regisseur Shi-Zheng Chen, das Bühnenbild stammt vom Briten Tom Pye. Die Kostüme entwirft die Chinesin Han Feng, für das Licht zeichnet der Amerikaner Scott Zielinski verantwortlich. Premiere von Achterbahn, einem gemeinsamen Auftragswerk und einer Koproduktion der Bregenzer Festspiele und der Royal Opera Covent Garden in London, ist am 21. Juli 2011.
© Bregenzer Festspiele/die3Orchesterkonzerte 2011
Mit dem Briten Christopher Moulds, dem Wahl-Vorarlberger Kirill Petrenko und der Chinesin Xian Zhang stehen gleich drei Dirigenten am Pult der Wiener Symphoniker, die bereits alle auf erfolgreiche Auftritte am Bodensee zurückblicken können.
An zwei Tagen ist außerdem das berühmte Hallé Orchestra zu erleben: Großbritanniens ältestes, professionelles Sinfonieorchester gastiert unter seinem Chefdirigenten Sir Mark Elder, der 2009 bereits die musikalische Leitung der Oper im Festspielhaus König Roger innehatte, erstmals in Bregenz.
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Die Bregenzer Festspiele immer ein unvergessliches Erlebnis.