Bregenzer Festspiele  /  Rückblick 2009 und Vorschau 2010

Rückblick auf 2009

Nach dieser Festspielsaison gibt es einen neuen Besucherrekord zu vermelden: Insgesamt haben rd. 260.000 Besucher
die Bregenzer Festspiele 2009 besucht, dies entspricht einer Gesamtauslastung von 98 Prozent.

Noch nie kamen so viele Menschen zu den Veranstaltungen der Bregenzer Festspiele. Bisheriger Spitzenreiter war die
Saison 2003 mit 230.000 Besuchern (u.a. mit dem Musical West Side Story).
      




Präsentation Festspielprogramm 2010
18.11.2009

  Moderator Axel Renner / Pressesprecher

  Günter Rhomberg / Präsident

  David Pountney / Intendant

Michael Diem / Kfm. Direktor



v.l.n.r. Laura Berman, künstlerische Leitungerin Kunst aus der Zeit (KAZ), David Pountney, Günter Rhomberg,
Zofia Posmysz /  Auschwitz-Überlebende und Autorin von Die Passagierin mit Übersetzerin Sabine Leitner, Michael Diem.




Aida ist auch im Sommer 2010 wieder als Spiel auf dem See zu sehen.

Das weitere Programm des Festivals steht ganz in Zeichen der Thematik "In der Fremde". Im Mittelpunkt steht eine
Werkretrospektive des polnischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg (1919 - 1996), in deren Rahmen vom
31. Juli bis 2. August auch ein Weinberg-Symposium stattfinden wird.

Als  Oper im Festspielhaus ist 2010 Mieczyslaw Weinbergs Die Passagierin zu sehen.
Das Werk basiert auf dem gleichnamigen Roman der polnischen Auschwitz-Überlebenden Zofia Posmysz.

Frau Zofia Posmysz wurde 1942 mit gerade einmal 18 Jahren von der Gestapo verhaftet, weil sie in Krakau Flugblätter
gegen die deutsche Besatzung verteilt hatte.

Bei Die Passagierin dreht es sich rund um die schicksalhafte Be­geg­nung der ehemaligen SS-Aufseherin Lisa mit der
KZ-Gefangenen Martha - auf der Überfahrt nach Brasilien. 

  Zofia Posmysz (86)

Frau Posmysz erzählte in einem ausgezeichneten Deutsch über ihre Zeit in Auschwitz
und über die Hintergründe zur Entstehung ihres Buches.


    
Auch in Bregenz war der Bühnenbildner Johan Engels und Elena Kelessidi (sie spielt Martha, die polnische Gefangene).
 


             Elena Kelessidi                            Johan Engels                                 Zofia Posmysz

 




                 
Frau Posmysz im Gedankenaustausch mit Frau Kelessidi



Laura Berman informiert über das Programm "Kunst aus der Zeit" (KAZ).



Wir freuen uns alle schon auf wunderschöne und interessante Festspielwochen.





Das Sommerfestival am Bodensee
vom 22. Juli bis 22. August 2010



© Bregenzer Festspiele/die3

Eine Wüstenoper auf dem Wasser:

Aida von Giuseppe Verdi

Giuseppe Verdis monumentale Oper Aida wird auch im Sommer 2010 als Spiel auf dem See aufgeführt.

Die unglückliche Liebesgeschichte zwischen der äthiopischen Prinzessin Aida – einst als Sklavin an den Nil verschleppt –
und dem ägyptischen Feldherr Radames begeisterte schon bei der Premiere 1871 in Kairo das Publikum und ist seitdem
zu einem der beliebtesten und meistgespielten Werke der Opernliteratur avanciert.





© Bregenzer Festspiele/die3

Überleben und erinnern
Mieczyslaw Weinbergs "Die Passagierin" als Oper im Festspielhaus

Die Oper spielt in den frühen 60er Jahren auf einem Ozeanliner und dreht sich um einen deutschen Diplomaten,
der in Begleitung seiner jüngeren Ehefrau Lisa unterwegs nach Brasilien ist, um dort seinen neuen Posten anzutreten.
Unter den Mitreisenden erkennt Lisa  zu ihrem Schrecken eine Frau, die sie eigentlich für tot hält. Angesichts dieser
schockierenden Begegnung offenbart sie ihrem Ehemann, dass sie einst als SS-Aufseherin in Auschwitz war.

Von diesem Zeitpunkt an wechselt der Schauplatz der Oper beständig zwischen dem Schiff und dem Konzentrationslager
Auschwitz hin und her. Während Lisa versucht, die Erinnerung an ihre zwiespältige Beziehung zu der Lagergefangenen
Martha zu bewältigen, kämpft ihr Ehemann mit der Enthüllung einer Vergangenheit, die ihm seine Frau in einem völlig
neuen Licht offenbart.



© Bregenzer Festspiele/die3

Das Werk von Mieczyslaw Weinberg steht 2010 auch im Zentrum der Orchesterkonzerte. Weinbergs Schaffen umfasste
neben sechs Opern auch eine Vielzahl von Orchesterkompositionen, darunter 22 Symphonien.
Seine Musiksprache erstreckt sich von folkloristisch geprägter Schlichtheit über postromantische Fülle bis zur
expressionistischen Explosivität. Aber auch seine Erlebnisse während des Zweiten Weltkriegs und sein Exil haben
das Schaffen des Komponisten maßgeblich geprägt.

Mit Dmitri Jurowski und dem langjährigen Festspielbekannten Vladimir Fedoseyev stehen zwei namhafte
russische Dirigenten am Pult der Wiener Symphoniker. Als Gastorchester ist neben dem Symphonieorchester Vorarlberg
unter Gérard Korsten das Kammerorchester der Oper Nowosibirsk Musica Aeterna unter Teodor Currentzis zu hören.

 Wiener Symphoniker

  25. Juli        - 11.00 Uhr, Dirigent: Vladimir Fedoseyev
  01. August - 11.00 Uhr, Dirigent: Dmitrij Kitajenko
  09. August - 19.30 Uhr, Dirigent: Dimitri JurowskiWiener 
                                             Symphoniker


 
 

Das  gesamte Festspiel-Programm  und den 
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Die Bregenzer Festspiele immer ein unvergessliches Erlebnis.